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Freiräume für die Zukunft gemeinsam geschaffen - Verträge zur Entflechtung sind unterzeichnet

v. l. Stefan Bammer (Vorstand Touristik GWC AG), Dietolf Hämel (Vorstand Medizin GWC AG), Gerhard Ertl (Aufsichtsratsvorsitzender GWC AG), Doris Laban (1. Bürgermeisterin Bad Endorf), Karl Fischer (Geschäftsführer LKZ Prien)

Der sowohl für die Zukunft der Marktgemeinde Bad Endorf als auch der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC) AG bedeutende Entflechtungsvertrag wurde von der 1. Bürgermeisterin Doris Laban sowie den Vorständen der GWC AG Dietolf Hämel und Stefan Bammer nun unterzeichnet. Ein Meilenstein in der Geschichte der Marktgemeinde und der GWC AG, deren Hauptaktionär die Marktgemeinde ist. Dieser Schritt schafft klare zukunftsfähige Strukturen mit mehr Möglichkeiten und deutlich erhöhter Flexibilität auf beiden Seiten.

Der Weg zu einer gemeinsamen Lösung dieser sehr komplexen rechtlichen und finanziellen Regelungen und Verantwortlichkeiten war nicht immer leicht, wurde aber immer von der gemeinsamen Zielsetzung getragen. 

In zahlreichen Verhandlungsrunden und Telefonkonferenzen wurde hart, aber immer fair miteinander umgegangen. Allen Beteiligten war wichtig, die Streitigkeiten aus der Vergangenheit, die sich aus der Komplexität der Verträge ergaben, beizulegen. 

Bei den Gesprächen erarbeiteten der Vorstand der GWC AG und das Team der Marktgemeinde Bad Endorf eine Lösung für die gemeinsame Zielsetzung. „Wir haben eine echte Win-win-Situation für beide Parteien angestrebt und der Doppelsieg wurde realisiert“, so das gemeinsame Fazit von Stefan Bammer, Vorstand Touristik der GWC AG und 1. Bürgermeisterin Doris Laban.

Der Kaufvertrag für die Immobilien Simssee Klinik, Chiemgau Thermen und Thermenhotel Ströbinger Hof für ca. 28 Millionen Euro wurde heute Vormittag unterzeichnet. Zwei deutsche Kreditinstitute begleiten zu gleichen Teilen sowohl diese Immobilienfinanzierung als auch die geplanten Baumaßnahmen in den Chiemgau Thermen sowie den Neubau des Parkhauses. 

„Gerade die finanzielle Umstrukturierung und Neufinanzierung in Gesamtsumme von fast 45 Millionen Euro hat uns in den letzten Monaten sehr gefordert und wir können stolz darauf sein, professionell von uns geführte Kreditverhandlungen erfolgreich für unseren Konzern als Grundlage für die Entflechtung zum Abschluss gebracht zu haben,“ betont Dietolf Hämel, Vorstand Medizin.

Die GWC AG erwartet im Zusammenhang mit dem Kauf der Immobilien zukünftig Einsparungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro, da die Finanzierungskosten wesentlich niedriger als die bisherigen Pachtzahlungen sind. „Neben dem rein finanziellen Vorteil können wir jetzt bei Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen rascher und effizienter agieren“, ist sich Hämel sicher. 

Auch die Marktgemeinde schafft sich mit diesem Vertrag neue finanzielle Freiräume. Sie kann sich zukünftig sehr viel stärker auf ihre kommunalen Aufgaben konzentrieren und in ihre kommunale Infrastruktur investieren. Die Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt sind durchwegs positiv. „Angesichts der anstehenden Projekte in den Bereichen Kindergärten und Schulen sowie Verkehr und Ortsverschönerung stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an, ebenso in den Bereichen Straßen, Hochwasserschutz, Kanalsanierung und Schaffung von Wohnraum. Bei all diesen Vorhaben ist die Marktgemeinde mit der Entflechtung einen großen Schritt vorangekommen“ erklärt 1. Bürgermeisterin Doris Laban.

Die Ausrichtung als Gesundheitsort ist ein wichtiger Bestandteil des Tourismuskonzepts und wirtschaftliche Basis für viele Vermieter, Gastronomen und andere Betriebe am Ort. Mit dem Erhalt und der Modernisierung der Therme behält die Marktgemeinde auch ihr staatliches Prädikat „Heilbad“.

Derzeit werden in den Chiemgau Thermen die letzten Brandschutzmängel behoben und die Planungsphase für die Attraktivierung und Sanierung ist bereits voll im Gange. „Wir werden die Therme in den nächsten zwei Jahren bei laufendem Betrieb für rund 12,5 Millionen Euro modernisieren und zukunftssicher machen“, informiert Stefan Bammer, der das Umbauprojekt verantwortet. Außerdem wird ein neues Parkhaus für 310 Stellplätze errichtet. Detaillierte Pläne werden Mitte des Jahres vorgestellt. Das Projekt ist nicht nur wichtig für die Konzernunternehmen Simssee Klinik und Thermenhotel Ströbinger Hof, auch der Ort und die Region profitieren nachhaltig von einer leistungsstarken, attraktiven Therme, die aufgrund ihrer Lage und den beiden Thermalquellen großes Zukunftspotential hat. „Wir sind davon überzeugt, dass die Chiemgau Thermen ab dem Geschäftsjahr 2019 positive Ergebnisse erwirtschaften werden“, prognostiziert Stefan Bammer. Vorstandskollege Dietolf Hämel ergänzt: „Dies ermöglicht der GWC AG, die ab dem Jahr 2011 gebildete Drohverlustrückstellung, die im Jahresabschluss 2015 noch in Höhe von ca. 8,5 Millionen Euro bilanziert ist, aufzulösen“.

Der Blick in die Zukunft ist positiv. Bei den derzeit 1.100 Mitarbeiter/innen ist Aufbruchsstimmung zu spüren. Die zukunftssichernden Maßnahmen sorgen für stabile und für neue Arbeitsplätze. Klinische und touristische Infrastruktur zu schaffen und auszubauen, ist das Credo der beiden Vorstände: „Wir freuen uns gemeinsam mit 1. Bürgermeisterin Doris Laban, dass die Entflechtung nicht nur bei uns im Konzern, sondern auch in Bad Endorf eine Initialzündung für weiteres Wachstum darstellt.“